Der Öömrang
Ferian

Archäologie auf Amrum

“Die Gegenwart ist der Schlüssel zur Vergangenheit.”

James Hutton

Seit den 1950er Jahren finden auf Amrum archäologische Ausgrabungen statt. Durch neue wissenschaftliche Methoden wurden Spuren der Besiedlung Amrums entdeckt, die über 10.000 Jahre zurückreichen, und es werden immer noch neue Siedlungen entdeckt.

Öffnungszeiten 

Das Areal ist frei begehbar.

Der Eintritt ist frei.

Adresse und Kontakt

Gebiet am Bohlenweg von der Vogelkoje bis zum Quermarkenfeuer.

Du hast eine Frage?

info@oeoemrang-ferian.de
Fon: 04682-1635

Gruppen

Wir bieten Führungen für Gruppen und Schulklassen an.
Anmeldung und Terminvereinbarung bitte unter:

Fon: 04682 1635
Mail: veranstaltungen@naturzentrum-amrum.de

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Besiedlung Amrums

„Wo der Wind Geschichten flüstert – und der Boden sie bewahrt.“ Amrums archäologische Zeugnisse führen tief hinein in die frühe Siedlungsgeschichte – und zeigen, wie alles begann.

Die Besiedlung der Insel ging vom sogenannten Geestkern aus, einer aus der vorletzten Eiszeit verbliebenen Grundmoräne im Inselinneren. In Norddorf, Nebel, Süddorf und Steenodde finden sich viele archäologische Bodendenkmale.

Auf dem Bohlenweg von der Vogelkoje zum Quermarkenfeuer gelangt man auf den Spuren der Vergangenheit ins Archäologische Areal, wo die bedeutendste eisenzeitliche Siedlung Amrums gefunden wurde, die mehrere Wirtschaftsgebäude und Wohnstallhäuser umfasste.

Archäologische
Bodendenkmale

  • Düüwdääl (Norddorfer Dünen)
  • Naierhuuch (Norddorf Mitte, Bushaltestelle)
  • Große Grabkammern Harwai (Norddorf, Wirtschaftsweg)
  • Steinzeitgrab (Archäologisches Areal)
  • Eisenzeitliche Siedlung (Archäologischen Areal)
  • Grubenhaus (Nachbau im Archäologische Areal)
  • Klafhuuch (Geesthang Süddorf)
  • Katerhuuch (Tannenwai Nebel/Westerheide)
  • Krümwaal (Süddorf, Nähe Schule)
  • Eesenhuch und Gräberfeld (Steenodde)
  • Ual Hööw (Steenodde, am Wald Richtung Wittdün)
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Vogelkoje Meeram

Von 1867 bis 1935 war die Vogelkoje Meeram eine Fanganlage für Wildenten.

Das kleine, reetgedeckte Kojenhäuschen beherbergte den Kojenwärter. Im Sommer kann das original eingerichtete Häuschen besichtigt werden. Ein Schaukasten informiert ganzjährig über Fangtechnik, Geschichte und historische Zusammenhänge der Nebeler Vogelkoje.
Der erste Kojenwärter war Cornelius Peters. Er hielt die Einzelheiten seines Lebens als Kojenmann in einem Tagebuch fest. Im Naturzentrum/Maritur in Norddorf ist eine Ausstellung über ihn zu sehen. Seit 2011 ist das ganze Areal der Vogelkoje ein Naturerlebnisraum und steht unter Naturschutz. Ein Naturlehrpfad führt um den Kojenteich durch die interessante Moorlandschaft entlang der Dünen.

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Steinzeitgrab

Die älteste Sehenswürdigkeit im archäologischen Areal ist das jungsteinzeitliche Großsteingrab (4000 – 2000 v. Chr.)

Die älteste Sehenswürdigkeit im archäologischen Areal ist das jungsteinzeitliche Großsteingrab (4000 – 2000 v. Chr.). Zu dieser Fundstelle gehört eine jungsteinzeitliche Grabanlage, die aus zwei Grabkammern bestand und in den 1950er Jahren ergraben wurde. Eine der Grabkammern war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeraubt. Heute ist sie wieder unter den Wanderdünen verborgen. In der anderen Kammer konnten jungsteinzeitliche Bestattungen durch Funde von Knochen und Schädeln sowie Grabbeigaben wie verzierte Keramik, Bernsteinperlen, Flintsteine, Beile und Pfeilspitzen nachgewiesen werden.

Auch die Trichterbecherkultur (2500 – 2000 v. Chr.) hat auf Amrum ihre Spuren hinterlassen. Davon zeugen die Funde der freigelegten Grabstätte in Norddorf-Mitte.

Aus der Bronzezeit (2000 – 500 v. Chr.) wurden vor allem Grabhügel gefunden. Fast 140 bronzezeitliche Grabhügel sind auf Amrum dokumentiert, darunter der Klööwenhuuch bei der Bedarfsbushaltestelle Vogelkoje, der Klafhuuch in Süddorf und der Eesenhuuch in Steenodde.

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Eisenzeit (500 v. – 500 n. Chr.)

Zu den zahlreichen Funden der Eisenzeit auf Amrum zählen Ackerflächen, Gebäude und Grabstellen.

Zu den zahlreichen Funden der Eisenzeit (500 v. – 500 n. Chr.) auf Amrum zählen Ackerflächen, Gebäude und Grabstellen. Inzwischen haben die Wanderdünen viele der Fundstellen wieder bedeckt. Aus den dokumentierten Funden wissen wir, dass Amrum in der Eisenzeit ganz anders aussah als heute. Die Dünen gab es damals noch nicht, sie sind erst ab dem 12. Jahrhundert entstanden. Heideflächen und Laubwälder prägten eine Landschaft, in der Nadelbäume fehlten und rechteckige Felder die Siedlungen umgaben. Die Ernährung wurde durch Viehzucht und Ackerbau sowie durch Fischfang und Jagd gesichert. Und: Bereits in der Eisenzeit wurden Lebensmittel mit verschiedenen Methoden konserviert.

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Eisenzeitliches Haus

Ein Kernstück des archäologischen Areals ist der originalgetreue Nachbau eines Hauses aus der Eisenzeit.

Es ist 15 m lang, 5,5 m breit und 4,3 m hoch. Um die Bauweise der Eisenzeit möglichst authentisch wiederzugeben, wurden für den Nachbau des Hauses vorwiegend Naturmaterialien wie Schilf, Stangenholz, Soden und Seile aus Pflanzenfasern verwendet. Das Hausgerüst besteht aus gerade gewachsenen Stieleichen, die Wände wurden mit Grassoden aufgeschichtet und im Hausinneren tragen paarig aufgestellte, in den Boden eingegrabene Holzpfosten das reetgedeckte Firstdach.

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Wikingerzeit (800 – 1100 n. Chr.)

Die Friesen handelten mit den Wikingern – Bernstein, Salz, Vieh, Wolle und Fisch gegen nordische Waren, Schmuck oder Waffen.

Amrum lag strategisch günstig mitten im friesischen Küstenraum, der zur Wikingerzeit eine wichtige Handelszone zwischen Skandinavien, dem Frankenreich und Britannien war. Die Insel gehörte zum Siedlungsgebiet der Nordfriesen, die eng mit den Wikingern in Kontakt standen – als Handelspartner, Nachbarn und manchmal auch als Verbündete oder Gegner.

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Grubenhaus

Die Wikingerzeit auf Amrum war keine Zeit der Eroberung, sondern eine Zeit des Austauschs.

Die jüngste Sehenswürdigkeit im archäologischen Areal ist der Nachbau eines Grubenhauses aus der Wikingerzeit (800 – 1100 n. Chr.). Solche Grubenhäuser dienten dem Schmieden, Weben, Töpfern oder der Holzbearbeitung und lagen abseits der Wohnstätten.
Aktuelle geophysikalische Untersuchungen entdeckten in Norddorf südlich der Borag unter der Erdoberfläche im Anlun eine verlandete Hafenbucht und auf der nahe gelegenen Geest die Grundrisse einer größeren Siedlung aus der Wikingerzeit, zu der auch viele kleine Grubenhäuser gehörten, die als Arbeitsstätten etwas außerhalb der Siedlung lagen.

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Archäologie

Amrums
Vergangenheit

Unsere Führungen durch die Vergangenheit der Insel

Unsere spannenden Führungen in die Vergangenheit bringen Großen und Kleinen die Insel näher.

Wir freuen uns, wenn du dich anmeldest und rechtzeitig zum Treffpunkt kommst. Eintritt nehmen wir nicht, aber gern eine Spende in unsere Sammeldose.
Für Gruppen und Schulklassen ist eine Anmeldung erforderlich. Ihr könnt mit uns speziell auf Euch zugeschnittene Führungen vereinbaren:

veranstaltungen@naturzentrum-amrum.de
Fon: 04682-1635

Zeitsprünge

Springt mit uns in der Zeit zurück und folgt uns auf dem Pfad in die Vergangenheit. Tretet ein und seht, wie die Menschen in der Eisenzeit gelebt haben. Auf unserer Führung auf dem Bohlenweg durch das archäologische Areal erfahrt ihr alles Wissenswerte über die Vergangenheit der Insel, von der Inselentstehung bis hin zu aktuellen archäologischen Ausgrabungen.

Geschichte unter Hügeln

Gräber, Gebeine und Sturmfluten – die die Geschichte unter Hügeln erzählt von der Entstehungs- und Siedlungsgeschichte der Insel. Gemeinsam entdecken wir archäologische Zeugnisse längst vergangener Zeiten und erfahren, wie verheerende Jahrhundertsturmfluten die Inseln der Nordsee verändert haben.

Eine Führung für alle, die Amrums Frühgeschichte unmittelbar vor Ort erfahren möchten.

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Aktuelle Führungen

Zeitsprünge – Archäologische Führung

14 Februar 2026 | 12:0013:30

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