09.11.2025

Mitmachen bei der Dünenpflege

Warum ist die Dünenpflege wichtig?

Die Dünen sind weit mehr als nur landschaftlich schön – sie sind der natürliche Schutzwall der Insel. Ihre Vegetation hält den Sand fest und bewahrt Amrum vor Erosion und Sturmfluten. Dünenschutz ist Inselschutz!

Gleichzeitig sind die Dünen ein einzigartiger Lebensraum: In ihren feuchten Senken und offenen Sandflächen leben seltene Pflanzen- und Tierarten, die nur hier geeignete Bedingungen finden. Damit dieses empfindliche Gleichgewicht erhalten bleibt, müssen die Dünen regelmäßig gepflegt werden. Denn Sonne, Wind, Sand und Pflanzen stehen in einem ständigen Wechselspiel – und nur durch gezielte Pflege können sich natürliche Prozesse entfalten, ohne dass die Dünen zuwachsen, verschatten oder ihre Schutzfunktion verlieren.

Was wird konkret getan?

Damit die Dünen offen und stabil bleiben, werden eingewanderte Büsche und Gehölze entfernt, die sich in den Dünen angesiedelt haben. So entstehen wieder lichte, sandige Flächen oder junge Heide – ähnlich wie früher, als die Täler vom Wind geformt wurden, es auf Amrum noch keinen Wald gab und die Heide regelmäßig geschnitten wurde.

Besonders auf Amrum finden sich sogenannte feuchte Dünentäler – seltene Biotope zwischen den Dünenrücken, in denen spezielle Pflanzenarten wachsen. Diese Bereiche werden gezielt gepflegt, um ihre Artenvielfalt zu bewahren.

Auch die Besucherlenkung ist ein wichtiger Teil der Pflege: Durch klar markierte Wege und Strandübergänge wird verhindert, dass sensible Vegetation durch zu viele Trampelpfade zerstört wird.

Im Naturschutzgebiet Amrum Dünen gelten besonders hohe Schutzstands, aber Besucherinnen und Besucher können auf ausgewiesenen Wegen durch die Dünenlandschaft wandern und so dazu beizutragen, dass dieser einmalige Naturraum im UNESCO Weltnaturerbe Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer erhalten bleibt.

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